02. Juli 2021 · Friedrich Böhme

 

Anfang Juni fand für alle Auszubildende der Handwerkskammer Dresden die obligatorische Zwischenprüfung statt – sobald ich meine Ergebnisse habe, werde ich darüber natürlich ausführlicher berichten ;-). Im Vorfeld dieser Prüfung bekamen wir noch einmal zwei Tage Zeit, um uns vorzubereiten. Es war toll, sich ausreichend Zeit zu nehmen, um sein ganzes Werkzeug zu pflegen, es zu schärfen und zu sortieren; aus ein paar Holzresten ein paar Bretter zusammenzuleimen und noch mal die klassischen Verbindungen zu üben: Mal wieder Gratung, Schlitz-Zapfen, Zinkung, Zapfen, Überplattung aber auch einfach nur das Schlitzen und Absetzen mit der Japansäge auszuführen, stärkten erlernte Fertigkeiten. Es ist verrückt, dass manche Techniken tatsächlich besser gelingen, wenn man sie lange nicht angewendet hat. Gerade beim Absetzen und Schlitzen fiel mir das auf.

Eine weitere Gelegenheit, mein Wissen in der Praxis zu erproben, bot sich, als mir ein Freund von einem Ort berichtete, an dem alte Graffitis zu finden sind. Bereits vor Beginn meiner Ausbildung habe ich mit ein paar Freunden ab und zu mal Graffiti-Reste benutzt, um aus diesen "Lack-Schicht-Platten" verrücktes Zeug zu machen. Ich will hier aber nicht zu viel verraten, da ich davon eventuell etwas in mein Gesellenstück einfließen lassen werde. Aus diesem Grund gestattete mir mein Lehrmeister auch, etwas Recherche zu diesem besonderen Material zu betreiben. Viel Zeit dazu hatte ich bisher zwar noch nicht, aber immerhin ist es mir schon mal gelungen, einen Kleber und ein geeignetes Trägermaterial zu finden. Seid gespannt, was hoffentlich daraus noch entstehen wird!